Das Torhaus Dölitz mit dem markanten Zugang über die Mühlpleiße ist das letzte verbliebene Zeugnis des einstigen Dölitzer Schlosses. Während des zweiten  Weltkrieges 1944 schwer beschädigt, wurde das Hauptgebäude des Schlosses 1947 gesprengt und abgetragen. Auch die einst neben dem Torhaus gelegene Rittergutsscheune wurde 1953 durch einen Band völlig zerstört.

 

Am Torhaus Dölitz sind die typischen Stilelemente der sächsischen Spätrenaissance noch ablesbar. Als die einflussreiche Leipziger Kaufmannsfamilie von Winckler das Rittergut 1639 erwarb, ließ sie es zum repräsentativen Renaissanceschloss umbauen.
Fast 300 Jahre befand sich das Schloss im Familienbesitz derer von Winckler.

 

Heute beherbergt das Torhaus Dölitz das Leipziger Zinnfigurenmuseum. Große Teile der aufwändig gestalteten Dioramen thematisieren die Völkerschlacht bei Leipzig und stellen damit einen direkten Bezug zum Umfeld her, denn Schloss und Dorf waren eines der vielen Kampfplätze der verheerenden Schlacht im Oktober 1813.
 

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