| |  Weißes Haus mit Blumenrondell | | |  Blick zum Weißen Haus |   | |  Foyer |   | |  vergoldeter Spiegelsaal |
Das Weiße Haus auf dem höchsten Punkt des agra-Parks lenkt die Schritte der Parkbesucher förmlich zu sich hin. Eingebettet in die weitläufige Parkanlage ist die neoklassizistische Villa die besondere Zierde des agra-Parks. Paul Herfurth ließ, nachdem er diesen Teil des ehemaligen Raschwitzer Gutes 1896 erworben hatte, 1896/97 sein Herrenhaus nach Plänen des Raschwitzer Architekten Gustav Hempel errichten.
Hinsichtlich der architektonischen Gestalt wird das 1764/65 errichtete Petit Trianon in Versailles zitiert, das Ludwig XV. von Frankreich für seine Mätresse, Madame Pompadour, bauen und das Königin Marie Antoinette im Geiste Rousseauscher Philosophie ausbauen und von einem Landschaftspark umgeben ließ, was wiederum Niederschlag in Raschwitz fand. Beeindruckend die Front zur Straßenseite, wo ganz nach Versailler Vorbild eine freistehende kolossale Säulenordnung das Haus ziert.
Die Terrasse des Weißen Hauses umsäumen heute sandsteinerne Nachbildungen lebensgroßer barocker Plastiken des alten Raschwitzer Barockgartens, die griechische Götter und Heroen darstellen. Baumeister Hempel führte vor der repräsentativen Ostfassade eine Terrasse mit einem vorgelagertem Platz aus, von dem einst ein breiter Weg zum Pleißeufer führte, in dessen Mitte wiederum ein Rondell mit Springbrunnen und Steinbänken zum Verweilen einlud.
Auch im Inneren des "Weißen Hauses" lehnte sich Hempel an dem französischen Vorbild an und schuf einen imposant vergoldeten Spiegelsaal. Dem klassizistischen Stil des Herrenhauses entsprach das Umfeld eines englischen Landschaftsparks mit gepflegten Wiesen, dezent platzierten Baumgruppen, idyllischen Parkteichen, Tempeln, Statuen und Säulengängen.
Die Herfurthsche Villa, Sommersitz der Familie, war bis zum 2. Weltkrieg Treffpunkt des Leipziger Kulturlebens. In ihr gingen namhafte Künstler und Persönlichkeiten dieser Zeit ein und aus. Nach dem Krieg nutzte die agra-Landwirtschaftsausstellung das Weiße Haus bis 1981 als Büro sowie nach umfassender Renovierung im Inneren 1986/87 als Ministerunterkunft während der Landwirtschaftsausstellungen. Dieser "Renovierung" fiel leider viel von der einstigen Raumkonzeption zum Opfer, der Spiegelsaal blieb jedoch erhalten. Nach einer kurzen Nutzung als Hotel erwarb die Stadt Markkleeberg das Weiße Haus im Jahr 1996. Seitdem ist die Villa ein beliebter Ort kultureller Veranstaltungen. Ambiente und Ausstattung des Spiegelsaals wecken zunehmendes künstlerisches Interesse und verführen zu feinsinnigen musikalischen Zeitreisen. Mit der Verlegung der standesamtlichen Trauungen in das Weiße Haus ist dieses Ambiente mit seinem Glanz und Zauber bei Heiratswilligen aus ganz Deutschland begehrt. Zudem bezog im Herbst 2004 die Musik- und Kunstschule "Ottmar Gerster" des Landkreises Leipziger Land die sanierten Räume im ersten und zweiten Obergeschoss des "Weißen Hauses". |  |   | |  |  Musenpanorama auf der Terrasse des "Weißen Hauses": Nachbildungen barocker Plastiken |
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  Anmietungen Weißes Haus Alle Räume im Erdgeschoss (in Ausnahmefällen auch der Spiegelsaal) stehen für private Vermietungszwecke zur Verfügung. Informationen dazu erteilt: Stadtverwaltung Markkleeberg Sachgebiet Liegenschaften Frau Grof Tel: 0341 / 3 53 32 18 Fax: 0341 / 3 53 31 83 E-Mail:
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Ansprechpartner für Kulturveranstaltungen im Weißen Haus ist Frau Friedrich Tel. 0341 / 3 91 11 17 E-Mail:
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Veranstaltungskalender Anfahrt mit Pkw: B 2, Abfahrt Goethesteig aus Süden kommend, Abfahrt Leipzig-Dölitz/Markkleeberg-West aus Norden kommend, Abfahrt rechts in Richtung Markkleeberg-Mitte/Markkleeberg-West. Nach Ortseingang Markkleeberg Ausschilderung folgen: Dölitzer Straße - links Hauptstraße - links Raschwitzer Straße bis zum Parkplatz agra-Park. Vom Parkeingang Raschwitzer Straße aus ist das Weiße Haus schon zu sehen. zum Anfahrtsplan
mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Straßenbahn Linie 9 Richtung Markkleeberg-West bis Haltestelle Parkstraße. Parkstraße führt direkt zum Parkeingang Raschwitzer Straße. Von dort ist das Weiße Haus schon zu sehen. zum Anfahrtsplan Â
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