Das agra-Gelände zwischen Leipzig und Markkleeberg ist dabei, an Flair zu gewinnen. Der auf Leipziger Flur gelegene kleine Parkteich unterhalb des Antentempels auf Markkleeberger Gebiet führt wieder Wasser – ein neu angelegter Zulauf von der Mühlpleiße macht’s möglich. Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal und Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze konnten ihn am 7. August 2015 der Öffentlichkeit übergeben. Die Teichsanierung und Schaffung eines Zulaufs durch die Stadt Leipzig sind Teil der Gesamtentwicklung der Parkflächen zwischen Antentempel und Mühlpleiße, die von Leipzig und Markkleeberg gemeinsam vorangetrieben wird.

Der kleine Parkteich entstand Anfang der 1970er Jahre aus dem Toskessel des Pleißewehrs, als dieser mit der Begradigung und stellenweisen Umverlegung der Pleiße seine Funktion verlor. Er ist ein künstlich angelegtes Gewässer mit 2.370 Quadratmetern Wasserfläche und 180 Metern Uferlinie. Da im gleichen Zuge der Gewässerverlauf der Pleiße ab dem Abzweig der Mühlpleiße zugeschüttet wurde, verfügte er aber über keinen Zufluss und verlandete im Verlauf der Zeit. Seine jetzt abgeschlossene Revitalisierung umfasste die Entschlammung und den Bau eines 110 Meter und bis zu 12 Meter breiten langen Zulaufgrabens sowie die Schaffung eines Einlaufbauwerks an der Mühlpleiße. Der neue, im freien Gefälle zum kleinen Teich verlaufende Graben orientiert sich am historischen Flusslauf der Pleiße. Den asphaltierten Parkweg unterquert er durch ein 100 Zentimeter starkes Stahlbetonrohr. Das Vorhaben kostete mitsamt des neuen Brückengeländers am Parkweg und des Steges am Rundweg um den kleinen Parkteich172.000 Euro.
Die um 1890 von Paul Herfurth begründete Parklandschaft, die heute als agra-Gelände bekannt ist, steht unter Denkmalschutz. Die Städte Leipzig und Markkleeberg haben im Blick auf ihre Erhaltung und Entwicklung eine denkmalschutzrechtliche Rahmenzielstellung mit Maßnahmenkatalog erarbeiten lassen.