Auch in Markkleeberg-Ost schmiegt sich mit dem Schloss und Torhaus Markkleeberg (Museum) und der Auenkirche ein sehenswertes historisches Ensemble an den agra-Park. Unmittelbar hinter dem Gelände des Kinder- und Jugendbiwaks 1813 beginnt die Parkanlage des Schlosses, ein Geheimtipp für alle Rhododendronfreunde.

Bis 1350 befand sich Markkleeberg, vermutlich mit einer Wasserburg, im Besitz derer "von Cleberg". In der Folge sind viele Eigentümer des Ritterguts bekannt. In der Zeit der Völkerschlacht war F. W. Heinrich von Funcke Besitzer. Als letzter Eigentümer kaufte Dr. Paul Hoppe 1933 das Rittergut von der Familie von der Crone. Nach der Bodenreform wurde das Gelände zum Versuchsgut der Universität Leipzig. Das Torhaus wurde Neubauernstelle, im Herrenhaus richtete man ein Kinderkrankenhaus und später ein Alten- und Pflegeheim ein. 1996 begann der Förderverein "Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813" e.V. mit der Rekonstruktion des im gleichen Jahr privatisierten Hauses und eröffnete 1998 das Museum.

Im heutigen Markkleeberg-Ost bilden die Bauerngehöfte in der Krobitzsch- und Kirchstraße, Villen vom Beginn des letzten Jahrhunderts und moderne Wohnanlagen einen angenehmen architektonischen Gesamteindruck.

Wer den Spaziergang über die Auenwiesen und die Seenallee bis zur ehemaligen Stadtmühle ausdehnt, dem eröffnet sich nach wenigen Schritten am Ufer des Markkleeberger Sees die Atmosphäre des Leipziger Neuseenlands.