Unter Leitung des einstigen Stararchitekten des Kaiserhauses, Paul Schultze-Naumburg, kam es ab 1925 zum Bau von drei Villen in der Dölitzer Straße 8, 10 und 12. Das dreiflügelige Landhaus in der Dölitzer Straße 12, einst Wohnsitz der Familie Westphal, war bis Ende 2015  eines der kulturellen Zentren der Stadt Markkleeberg.

 

Andere Architekten bauten anschließend nebenan vornehmlich für gutbetuchte Leipziger großzügige und komfortable Villen vielfältigster Stilrichtungen. Die Flächen, auf denen die Villen entstanden, sind Teile des ehemaligen Gutes Raschwitz, die der Sohn des Geheimen Hofrats Dr. Karl Lampe ab 1925 schrittweise an die verschiedenen Bauherren, vornehmlich gut betuchte Leipziger Bürger veräußerte. In der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg war Raschwitz als vornehmster Villenvorort von Leipzig einer der begehrtesten Bauplätze. Ein Spaziergang durch die Dölitzer Straße, Pleißen- und Lößniger Straße ist wie im benachbarten Turmblick auch ein architektonisches Erlebnis und eine Begegnung mit namhaften Architekten, Persönlichkeiten und Stadtgeschichte.