Das ca. 70 Hektar umfassende agra-Veranstaltungsgelände ist mit seinen Hallen und Freiflächen heute multifunktionaler Ort für Messen, Ausstellungen, Großkonzerte und Märkte und führt damit ganzjährig Gäste auch in den benachbarten agra-Park. Ursprünglich für die agra-Landwirtschaftsausstellung – die Leistungsschau der DDR-Landwirtschaft – errichtet, hat das Gelände hohes Entwicklungspotenzial für den Leipziger Stadtteil Dölitz und die Stadt Markkleeberg. 
 

Geschichte des agra-Veranstaltungsgeländes
Während 1950 die erste Gartenbauausstellung der DDR in Markkleeberg öffnete, fand gleichzeitig auf dem Gelände der technischen Messe in Leipzig die erste Landwirtschaftsausstellung der DDR statt. 1952 wurden beide Veranstaltungen auf dem Markkleeberger Ausstellungsgelände zusammengeführt.

 

1953 konnte dafür das neue Ausstellungsgelände zwischen Mühlpleiße und der heutigen Bornaischen Straße, das mit einem neuen Haupteingang in Dölitz versehen war, fertig gestellt werden. Im Laufe des Jahres wurden auf dem Gelände zahlreiche Ausstellungshallen und Pavillons errichtet und das Gebiet wurde fortan als Ausstellungsgebiet der Landwirtschaftsausstellung bezeichnet, während die Gartenbauausstellung auf das Gebiet des ehemaligen Herfurthschen Parks beschränkt blieb. Sie rückte in den kommenden Jahren allerdings immer mehr in den Hintergrund, während die Landwirtschaftsausstellung an Bedeutung gewann.
1956 wurde die Landwirtschaftsausstellung als ständige Einrichtung manifestiert und 1958 erstmals mit internationaler Beteiligung (Sowjetunion, VR Polen, CSSR und die VR Ungarn) veranstaltet.

 

Die Gartenschau der DDR wurde 1960 an Erfurt abgegeben.
Bis zur politischen Wende 1989 fand auf dem 90 Hektar großen agra-Messegelände in mehr als 90 Hallen und Pavillons die agra-Landwirtschaftsausstellung der DDR statt. Sie zeigte die neuesten Techniken und Lehrmethoden aus der sozialistischen Landwirtschaft. Die Ausstellung zählte jährlich über eine halbe Million Besucher, darunter zehntausend ausländische Gäste aus über 100 Ländern. Die Ausstellungen begleitete auf zahlreichen Bühnen und Terrassen ein umfangreiches kulturelles Programm im Teil des ehemaligen Herfurthschen Parks.
1989 fand die letzte Landwirtschaftsausstellung der DDR statt, 1990 wurde der Ausstellungsbetrieb in die agra Messepark Betriebsgesellschaft mbH, eine Tochtergesellschaft der Stadt Markkleeberg, überführt. Land- und forstwirtschaftliche Ausstellungen, Tierveranstaltungen und Bauernmärkte sowie ein breites kulturelles, sportliches und informatives Veranstaltungsprogramm führten bis 2003 jährlich Hunderttausende Besucher auf die agra. Zunächst in enger Kooperation mit der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) erlebte die Branche Höhepunkte wie die „DLG-agra“ 1991 und 1994, die „agra-spezial“ 1993 und, beginnend mit der 1. Sächsischen Tierschau 1996, kontinuierlich im zweijährigen Rhythmus die Erfolgsprojekte „agra“ -1999 und 2001 als Landwirtschaftsausstellungen in Mitteldeutschland (Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen).

 

Nach der politischen Wende entstand im Park ein bedeutender, wenn auch zugleich umstrittener Neubau. Auf dem Gelände des ehemaligen Kinderspielbereiches wurde am 9. Dezember 1993 der Grundstein für den modernen Neubau des Deutschen Landwirtschaftsmuseums gelegt. Der Neubau, finanziert durch Mittel des Bundes und des Freistaates Sachsen wurde als Außenausstellung des in Stuttgart-Hohenheim ansässigen Landwirtschaftsmuseums im Jahr 1998 fertig gestellt. Bis 2001 wurde hier die Geschichte der DDR-Landwirtschaft anhand von Exponaten, Texten und Bildern dokumentiert. 2003 wurde das Museum geschlossen und die musealen Bestände weitestgehend in das Freilichtmuseum im sächsischen Blankenhain eingegliedert.
 

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